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Geschichte

1139 erstes Mal schriftlich erwähnt

Die Gemeinde Celerina/Schlarigna führt einen Doppelnamen. Im Verlaufe der Geschichte hat sich dieser Namen aus verschiedenen Schreibweisen eingebürgert. Er wurde im Jahre 1949 offiziell in der heutigen Schreibweise eingeführt. Die Namen sprechen sich folgendermassen aus: "Zelerina" und "Schlarinnia". Celerina/Schlarigna ist in den so genannten "Gamertinger-Verträgen" 1139 ein erstes Mal schriftlich erwähnt. Mit diesen Verträgen besiegelte der Bischof von Chur den Kauf von verschiedenen Gütern im Oberengadin von den Grafen von Gamertingen.

Vom Bauern- zum Ferienort

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Gemeinde ein Bauerndorf. Dies änderte sich mit dem Aufkommen des Tourismus im Oberengadin. Heute ist Celerina ein bekannter Ferienort mit einem grossem Skigebiet (zusammen mit St. Moritz), dem Stazerwald und dem Stazersee als Naherholungsgebiet sowie dem weltberühmten Olympia Bob Run St. Moritz-Celerina und der Skeletonbahn "Cresta Run", die beide von St. Moritz nach Celerina führen.

Übrigens: Die Moorwiesen, die den Stazersee auf zwei Seiten umgeben, die Schilfbestände und die schwimmenden Inseln des Fieberklees geben ihm sein besonderes Gepräge und schaffen eine ganz besondere Ambiance.

Kirche San Gian als Wahrzeichen

Die Kirche San Gian (reformiert) ist das Wahrzeichen von Celerina. Sie besticht durch Fresken sowie einer handbemalten Holzdecke und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist eine von fünf Celeriner Kirchen und ein Monument von nationaler Bedeutung.

Die Kirche San Gian ist idyllisch in die Oberengadiner Landschaft eingebettet.
Die Kirche San Gian ist idyllisch in die Oberengadiner Landschaft eingebettet.

Speziell ist, dass sie mit ihrem kleinen romanischen und grossen gotischen Turm auf den Überresten einer Vorgängerkirche gebaut worden ist. Dazu hat 1682 ein Blitzschlag den grösseren Kirchturm getroffen, wessen Spitzhelm in Flammen aufgegangen und nie wieder hergestellt worden ist. So steht die Kirche heute noch auf einem markanten Felsrücken etwas ausserhalb des Dorfes.