Diese Seite empfehlenE-MailFacebookTwitter

Chalandamarz

Chalandamarz – ein alter Engadiner Brauch

Die Wurzeln des Engadiner Brauches „Chalandamarz“ finden wir in der heidnischen Zeit, bei den Römern. Der Monat März ist „Mars“ gewidmet, dem Gott von Sonne und Krieg. Nach dem julianischen Kalender begann das Jahr im März und in den wärmeren Regionen fing dann auch der Frühling an. Dieses Ereignis wurde mit Festen gefeiert, um Mars um seinen Segen für Felder, Wiesen und Vieh zu bitten. Die Römer haben damit auch im Engadin eine wichtige Rolle gespielt und dabei Spuren ihrer Bräuche hinterlassen.
 
Heute werden bei diesem traditionellen Brauch Peitschen geknallt, Glocken geläutet und singend die unsichtbaren Geister vertrieben. Der Lärm soll dem Winter(geist) Angst einflössen und die Fruchtbarkeit des Frühlings wecken. Das war nicht immer so: Denn dieses heidnische Fest wurde 1750 - zur Zeit  des Pietismus - von Pfarrer Gian-Battist Frizzun in Celerina abgeschafft. Nach einem rund zweihundertjährigen Unterbruch wurde der Brauch erstmals 1968 wieder zum Leben erweckt. Seitdem zählt er für die Kinder zum beliebtesten Fest des Jahres.

Merkblatt Chalandamarz (PDF 236 KB)
Foglio d’avviso (PDF 216 KB)