Wie viele andere Gewässer in der Schweiz wurde auch der Inn bei Celerina während des letzten Jahrhunderts in seiner natürlichen Entwicklung durch Uferverbauungen einge schränkt. Nachdem bereits in Samedan und Bever umfang reiche Revitalisierungsprojekte umgesetzt worden waren, folgte auch Celerina diesem Beispiel. Mit dem Projekt wurden Massnahmen umgesetzt, die dem Inn Teile seiner natürlichen Entfaltungsfreiheit zurückgaben. Dabei mussten verschiedene Rahmenbedingungen – wie die Ausdehnung der Siedlung, Bedürfnisse von Landwirtschaft und Tourismus sowie der Grund- und Hochwasserschutz – mit den geplanten ökologischen Aufwertungen in Einklang gebracht werden. Daraus ergab sich die Ausscheidung von Schutz- und Nutzungszonen. Die Revitalisierungsarbeiten wurden im Jahr 2025 abgeschlossen
Der Inn im Oberengadin beherbergt die höchstgelegene autochthone Äschen-Population der Schweiz. Dass sich die Population durch natürliche Reproduktion auf dieser Meereshöhe eigenständig erhalten kann, ist bemerkenswert und verleiht ihr nationale Bedeutung. Ein zentrales Ziel des Projekts war daher die Förderung der natürlichen Äschenhabitate im Inn. Darüber hinaus profitieren auch Zielarten anderer Tiergruppen sowie seltene Pflanzen von der Revitalisierung.

